SAVE

Wir sind Student_innen und Schüler_innen, die sich für die Rechte von menschlichen und nicht menschlichen Tieren einsetzten. Unser Ziel ist die Beendigung jeglicher Ausbeutung von bewusstseinsfähigen Lebewesen.

Wir treten gegen jede Form von Willkür ein und bekennen uns zur prinzipiellen Gewaltlosigkeit. Unterdrückungsmechanismen wie Sexismus, Rassismus, Faschismus, Speziesismus etc. gilt es aufzuzeigen und zu verhindern. Die Bekämpfung von Unterdrückungsmechanismen darf jedoch keiner verkürzten Kritik unterliegen, sondern muss das System aufzeigen, in dem wir leben. Aus diesem Grund kämpfen wir auch gegen den kapitalistischen Normalbetrieb und treten für eine herrschaftsfreie und offene Gesellschaft ein.

Dabei verstehen wir uns selbst als eine Plattform, welche die Möglichkeit zum Austausch und der Vernetzung linker Aktivist_innen bietet. Neben der gleichen Grundsatzideologie einer herrschaftsfreien Gesellschaft, hat jede_r in der Gruppe ihre/seine eigene Meinung und Ansichten, welche wir untereinander akzeptieren. Nach innen wie nach außen hin vertreten wir stets nur uns selbst als Individuen. So verhält es sich auch mit den Artikeln auf unserer Website, diese werden von verschiedenen Personen geschrieben, und spiegeln stets nur die Meinung des Autors/der Autorin wieder.

Am wichtigsten in unserer Arbeit ist uns aber immer, zwischen den vielen Unterschieden gleichzeitig auch die vielen Gemeinsamkeiten heraus zu streichen, um so gemeinsame Wege zum politischen Aktivismus zu finden.

 

Tierrechte

Täglich werden weltweit Millionen von nichtmenschlichen Tieren ausgebeutet und umgebracht. Sei es für Nahrung, Bekleidung, Tierversuche, Kosmetik etc. In all diesen Bereichen möchten wir die Sinnlosigkeit dieser Gewalt aufzeigen und gewaltfreie Alternativideen anbieten.

Darum steht vor allem der Veganismus wesentlich für uns im Vordergrund. Vegan lebende Menschen verzichten auf alle tierliche Produkte und versuchen einen friedlichen Weg mit unserer Umwelt zu beschreiten.

Der Verzicht auf tierliche Produkte resultiert nicht nur auf Grund des Verzichtes von Gewalt, sondern vor allem auch, weil nichtmenschliche Tiere freie und selbstbestimmende Wesen sind. Sie haben Gefühl, treffen Entscheidungen und wollen leben wie auch wir. In diesem Sinne müssen wir ihnen auch Rechte zugestehen. Das Recht auf größtmögliches freies Leben in Selbstbestimmung und das Recht auf körperliche Unversehrtheit.

 

Veganismus

Wie schon oben erwähnt, möchten wir auch die Idee des Veganismusweiter voran treiben und verbreiten.

„Veganismus ist eine Philosophie und Lebensweise, die versucht, soweit wie praktisch durchführbar, alle Formen der Ausbeutung und Grausamkeiten an leidensfähigen Tieren insbesondere für Essen, aber auch für Kleidung oder andere Zwecke zu vermeiden. Die moderne Nutztierhaltung, wie beispielsweise für die Fleisch- und Milchproduktion, ist ein Verhältnis, das Ausbeutung und Leid bedingt. Das Leid hat seinen Ursprung in der Haltung und gewaltsamen Tötung von Tieren, die produktionstechnisch bedingt, Teil auch der Milch- und Eiererzeugung ist.

So werden z.B. in der Eierproduktion (auch bei Bio- und Freilandhaltung) alle männlichen Legehühner am ersten Tag ihres Lebens getötet, weil sie keine Eier legen können und somit wirtschaftlich unnütz sind. Kühe produzieren Milch nur für ihren Nachwuchs, damit überhaupt Milch für die Milchwirtschaft übrig bleibt, werden die kleinen Kälber meist schon nach der Geburt von ihrer Mutter getrennt, mit Industriefutter ernährt und entweder der Kälbermast zugeführt oder als Lebendfleisch exportiert. Deshalb ist der Konsum von Eiern und Milch unter anderem mit dem Töten und der Ausbeutung von Tieren verbunden.

Über die Betrachtung des Leidens der Tiere hinaus spricht der Veganismus leidensfähigen Tieren das Recht auf Leben, Unversehrtheit und Freiheit zu. Der Veganismus impliziert daher auch die Befürwortung von Tierrechten. Es gibt zahlreiche Gründe, die für eine vegane Ernährung sprechen. Dazu zählen vor allem ethische Gründe und der Wunsch nach einer ökologisch nachhaltigen Lebensweise." (siehe: www.vegan.at)

 

Nachhaltigkeit

Ein weiterer unabsehbarer Begriff ist "Nachhaltigkeit". Ein immenser Preis, den wir für die Ausbeutung nichtmenschlicher Tiere bezahlen müssen, ist die gewaltige Verschmutzung und Zerstörung unserer Umwelt - sterbende Flüsse, sterbende Meere und die berüchtigten Algenteppiche an der Adria und in der Nordsee sind nur einige wenige der sichtbaren (und spürbaren) Folgen. Verantwortlich für diese Umweltschäden sind in erster Linien Phosphate und Nitrate, die von Schweinemästereien, Hühnerbatterien und anderen Massentierzuchtbetrieben durch die Abwässer in die Flüsse geleitet werden und somit nicht nur in das Grundwasser, sondern auch ins Meer gelangen.

Seit Jahrtausenden nun hat sich der Anthropozentrismus wie ein Dogma in den Köpfen der Menschen festgesetzt. Im Zuge der technischen Entwicklungen haben wir es geschafft, den gesamten Planeten zu versklaven und auszubeuten. Wir fischen die Meere lehr, massakrieren den Regenwald, verpesten die Luft mit Autogestank etc. In diesem Wahn vergessen wir aber, dass wir damit unseren eigenen Lebensraum kaputt machen und zerstören.

Aber immer mehr Menschen wehren sich gegen diese Ausbeutung der Erde. Der Begriff "Nachhaltigkeit" gewinnt immer mehr an Bedeutung, denn er impliziert, dass wir zwar Ressourcen der Natur nutzen, aber die natürlichen Bestandteile erhalten bleiben und auf natürliche Art und Weise nachwachsen können.

 

Politisches Weltbild

Wir möchten uns aber nicht nur auf den Tierrechtsaspekt konzentrieren, sondern unsere Anliegen in einen politischen Kontext sehen, der auch das Miteinander der Menschen untereinander betrifft.

Wir fordern eine Ökonomie der ethischen Gerechtigkeit. Unter Fortschritt verstehen wir nicht, wenn tausend neue Autos die Luft verpesten, oder wenn wieder einmal "bessere" Kosmetika auf den Markt geworfen werden. Unter Fortschritt verstehen wir die Bekämpfung des Hungers oder den Stopp der Ausbeutung ALLER bewusstseinsfähigen Lebewesen. Unter Fortschritt verstehen wir die Entwicklung einer herrschaftsfreien Gesellschaft, ohne Klassen und Nationen. DIESER Fortschritt lässt sich durch Zahlen und Geld nicht messen.

Wir lehnen grundsätzlich jede Form von "Herrschaft" und die damit verbunden "Symptome" als solche ab. Unsere Gruppe ist basisdemokratisch strukturiert und zielt auf das Prinzip der Einstimmigkeit ab.